Fahrbare Gerüsttürme, die bis zu einer Höhe von mehr als 12 Metern errichtet werden, unterliegen einem Windlastregime, das sich grundlegend von den Bodenbedingungen unterscheidet, für die Standardstabilitätsberechnungen durchgeführt werden. Die Windgeschwindigkeit nimmt gemäß einem Potenzgesetzprofil mit der Höhe zu, und die Turmstruktur selbst weist eine Segelfläche auf, die Kippmomente proportional zum Quadrat der Windgeschwindigkeit erzeugt. Ein standardmäßiger 0,75 m breiter Turm erfährt bei 20 m Arbeitshöhe bei einem Wind von 15 m/s (Beaufort-Stärke 4, beschrieben als „mäßige Brise“) ein etwa achtmal größeres Kippmoment als derselbe Turm bei 4 m Höhe. Ohne technische Abschwächung kann dieses durch den Wind verursachte Moment das Eigengewichts-Rückstellmoment des Turms übersteigen und selbst bei Windverhältnissen, die für Arbeiter am Boden unauffällig erscheinen, eine Umsturzgefahr darstellen.
Technische Schadensbegrenzung: Physik der FußabdruckerweiterungDas Wide Base Outrigger-System befasst sich mit der Windstabilität durch geometrische und nicht durch massebasierte Mittel. Durch die Erweiterung der effektiven Basisbreite von 0,75 m auf 2,5 m pro Seite (5,0 m Gesamtbasisbreite) erhöht sich der Widerstandsmomentarm um den Faktor 6,7. Da der Kippwiderstand das Produkt des Turmgewichts und des horizontalen Abstands vom Drehpunkt zum Schwerpunkt ist, erreicht diese geometrische Erweiterung die gleiche Stabilitätsverbesserung wie das Hinzufügen von 4,5 Tonnen Ballastgewicht – ohne die Mobilitätseinbußen, die der Ballast mit sich bringt. Jeder Auslegerbalken lässt sich unabhängig voneinander über einen Gewindeschraubenmechanismus teleskopieren, mit Zwischenverriegelungspositionen in Schritten von 0,5 m, was eine abgestufte Stabilitätsauswahl basierend auf der spezifischen Arbeitshöhe und der Windvorhersage für jeden Einsatz ermöglicht. Ein Aufstellungsschild korreliert die Arbeitshöhe mit der minimal erforderlichen Auslegerverlängerung für Windbedingungen von bis zu 12,5 m/s (die maximale Windgeschwindigkeit für eine sichere Turmnutzung gemäß EN1004), sodass keine technischen Berechnungen vor Ort erforderlich sind.
Gefahrenminderung für weichen Boden: Die beweglichen Kugelgelenk-Auslegerfüße beheben einen sekundären Fehlermodus, bei dem standardmäßige flache Stabilisatorpads auf weichem oder unebenem Boden eine Kantenbelastung entwickeln, die die Padkante zunehmend absenkt, wodurch ein selbstverstärkender Kippzyklus entsteht, der selbst bei Windstille zum Umkippen führen kann. Die Lastverteilungsplatten mit 250 mm Durchmesser und 15-Grad-Schwenkgelenk sorgen unabhängig von der Bodenneigung für vollständigen Oberflächenkontakt und verteilen die Reaktionskraft der Stützen auf 0,049 Quadratmeter pro Fuß. Auf einem Boden mit einer Tragfähigkeit von 100 kPa (typisch für verdichtete Baustellenschüttungen) bietet dies eine Unterstützung von 4,9 kN pro Fuß – ausreichend für die volle Reaktionskraft der Abstützung bei maximaler Ausladung und Belastung.
Hauptmerkmale| Parameter | Spezifikation |
|---|---|
| Auslegerverlängerung (jeweils) | 0–2,5 m von der Mittellinie entfernt |
| Zwischenverriegelungspositionen | Alle 0,5 m |
| Maximale Arbeitshöhe | 24m |
| Plattformabmessungen | 2,0m x 0,6m |
| Materialqualität | Aluminiumlegierung 6082-T6 |
| Auslegerbalken | Rechteckige Box + interne Stege |
| Durchmesser der Fußplatte | 250mm |
| Fußartikulation | Kugelpfanne (15 Grad) |
| Schwenkmontage | Doppelscherig 8x M12 Edelstahl |
| Rohrwandstärke | 3,2 mm |
| Tragfähigkeit | 200 kg/qm |
| Auslegergewicht | 35 kg |
| Oberflächenbehandlung | Eloxiertes Silber |
| Rad | 250 mm hochbelastbar abschließbar |
| Standards | EN1004:2004, EN12810 |
Auslegerträger sind in verstauter Position in den Kanälen des Grundrahmens vorinstalliert. Kalibrierter Drehmomentschlüssel für M12-Schwenkschrauben mit auf dem Schild angegebenen Werten im Lieferumfang enthalten. Maßgeschneiderte Stahlrahmenverpackung. 36-monatige Strukturgarantie mit jährlichem Rezertifizierungsinspektionsservice für Mietflotten verfügbar.