Herkömmliche Gerüsttürme weisen eine grundsätzliche Betriebsbeschränkung auf: Änderungen der Arbeitshöhe erfordern das Hinzufügen oder Entfernen ganzer Rahmenabschnitte. Jeder Abschnittswechsel dauert für eine geschulte Besatzung 8–12 Minuten, wobei der Zugang zum Arbeitsbereich während dieser Zeit nicht möglich ist. Bei Wartungsarbeiten, die 5–10 Höhenänderungen in einer einzigen Schicht erfordern – wie sie bei der Revision von Industrieanlagen, Brückeninspektionen und der Flugzeugwartung üblich sind – verbraucht diese Einschränkung täglich 40–120 Minuten unproduktive Zeit. Der Teleskopturm mit variabler Höhe beseitigt diese Einschränkung vollständig durch ein hydraulisches Ausfahrsystem mit ineinandergreifenden Rohren, das in weniger als drei Minuten zwischen jeder Arbeitshöhe im Bereich von 2 m bis 10 m wechselt, ohne dass eine einzige Komponente entfernt oder hinzugefügt werden muss.
Die Technik: Verschachtelte hydraulische StandardsDer Teleskopmechanismus verwendet ineinander verschachtelte Rohrabschnitte mit zwei Durchmessern: äußere Abschnitte mit 63,5 mm Durchmesser und 3,2 mm Wandstärke, innere Abschnitte mit 50,8 mm Durchmesser und 2,5 mm Wandstärke. Die progressive Skalierung der Wandstärke sorgt für eine gleichbleibende Knickfestigkeit über den gesamten Auszugsbereich, wobei die dickeren Außenwände die größere nicht unterstützte Säulenlänge beim Ausfahren der Innenabschnitte ausgleichen. Lagerstreifen aus ultrahochmolekularem Polyethylen werden mechanisch in Schwalbenschwanznuten gehalten, die in die Innenrohroberflächen eingearbeitet sind, und sorgen so für eine Gleitschnittstelle mit einem Reibungskoeffizienten unter 0,08. Dadurch entfällt der Metall-zu-Metall-Kontakt, der Verschleißpartikel erzeugen und eine Schmierung erfordern würde, während gleichzeitig eine präzise Teleskopausrichtung innerhalb von 0,3 mm der Konzentrizität bei voller Ausdehnung gewährleistet ist.
Das Hydrauliksystem arbeitet mit 2.500 PSI über zwei parallele Zylinder, die in den untersten Teleskopabschnitten montiert sind und von einer manuell betriebenen Pumpe angetrieben werden, die in den Grundrahmen integriert ist. Das ergonomische Design der Pumpe erfordert eine Griffkraft von weniger als 15 kg – was von einem einzelnen Bediener ohne externe Kraft erreicht werden kann – und zwar durch einen Verbundhebelmechanismus, der einen mechanischen Vorteil von 12:1 bietet. Eine entscheidende Sicherheitsinnovation ist das automatische mechanische Sperrstangensystem: Bei jedem Auszug von 250 mm rastet eine federbelastete Sperrstange in bearbeitete Arretierungen in der Innenrohrwand ein. Dies bedeutet, dass Hydraulikdruck nur bei Höhenübergängen erforderlich ist, nicht zum dauerhaften Halten der Last während des Arbeitseinsatzes. Die mechanischen Verriegelungen tragen unabhängig voneinander die volle Nennlast der Plattform und bieten redundante Sicherheit unabhängig von der Integrität des Hydrauliksystems.
Hauptmerkmale| Parameter | Spezifikation |
|---|---|
| Teleskopreichweite | 2m - 10m (kontinuierlich) |
| Inkrement sperren | 250 mm mechanisch |
| Plattformabmessungen | 1,8m x 0,6m |
| Außenrohr | 63,5 mm x 3,2 mm |
| Schlauch | 50,8 mm x 2,5 mm |
| Materialqualität | Aluminiumlegierung 6082-T6 |
| Hydrauliksystem | Doppelzylinder, manuelle Pumpe |
| Betriebsdruck | 2.500 PSI |
| Pumpkraft | Unter 15 kg |
| Lagermaterial | UHMWPE-Schwalbenschwanz |
| Hydraulikflüssigkeit | Phosphatester (feuerbeständig) |
| Tragfähigkeit | 200 kg/qm |
| Oberflächenbehandlung | Eloxiertes Silber |
| Rad | 200 mm abschließbar mit Bremse |
| Standard | EN1004:2004 |
Wird vollständig in einem Transportgestell aus Stahlrahmen eingefahren, das als Montagevorrichtung dient. Hydraulikkomponenten werkseitig befüllt und druckgeprüft bei 150 % Maximaldruck mit Prüfzeugnissen. Inklusive Ersatz-UHMWPE-Lagerstreifensatz und Nachfüllflasche für Hydraulikflüssigkeit. 24 Monate Garantie auf den Rahmen, 12 Monate Garantie auf die Hydraulikkomponenten.